Aktuellmeldungen Publikation Soziale Ungleichheit

Von René Lehweß-Litzmann ist in Kooperation mit Prof. Ides Nicaise vom Forschungsinstitut HIVA an der KU Leuven in Belgien eine Studie zur Dauer von Erwerbslosigkeit in Verbindung mit der Höhe von Sozialleistungen erschienen.

In allen Ländern der Welt schnellen im Zuge der Coronakrise die Arbeitslosenzahlen in die Höhe. Wohlfahrtsstaaten sind wie schon seit langem nicht mehr gefragt, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Massenarbeitslosigkeit abzufedern. Dies wird auch die Debatte über unerwünschte Nebenwirkungen von Sozialleistungen neu entfachen. Neue Befunde zu den verhaltensrelevanten Effekten „großzügiger“ Sozialleistungen auf die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit liefert eine aktuelle Studie des SOFI in Kooperation mit Prof. Ides Nicaise vom Forschungsinstitut HIVA an der KU Leuven in Belgien. Demnach verlangsamen „großzügige“ Sozialleistungen die Arbeitsaufnahme in nicht relevantem Maße. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass sie es Arbeitslosen ermöglichen, etwas länger auf einen zu ihnen passenden Job zu warten. Wenn Beschäftigte ihre in der Vergangenheit erworbenen Kompetenzen im neuen Job besser einbringen können, wirkt sich dies positiv auf die wirtschaftliche Produktivität aus und hilft unter anderem wohlfahrtsstaatliche Leistungen zu refinanzieren.

Die Studie steht hier als Download zur Verfügung: [Link]

Basierend auf der Studie ist am 15.05.2020 der Blog-Beitrag „Activating the Unemployed in a Coronavirus Recession“  von René Lehweß-Litzmann erschienen. Den Artikel auf der Seite „The Social Policy Blog“ finden Sie hier: [Link]