In ihrer Einleitung beschreiben die Gastherausgeber:innen Berthold Vogel und Nicole Burzan, warum die Gesellschaftswissenschaften „Auf der Suche nach gesellschaftlicher Wirklichkeit“ gut beraten sind, Reichtum nicht nur in materieller, sondern auch in kultureller und habitueller Hinsicht in den Blick zu nehmen. Unter dem Titel „Spannungsfeld Vermögen“ präsentieren Marliese Weißmann, Benjamin Neumann, Nicole Burzan und Berthold Vogel die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, in dem sie mit Angehörigen vermögender Familien über deren Lebenssituation gesprochen und diese gefragt haben, was Reichsein zwischen Freiheit und Bürde für sie bedeutet.
Über das Heft
Die hier versammelten Beiträge verstehen Reichtumsforschung als gesellschaftswissenschaftliche Aufgabe und gehen sie entsprechend an: als wichtigen Teil der Ungleichheits- und Sozialstaatsforschung, als Bewusstseins- und Mentalitätsstudien, als Beitrag zur Diskursanalyse. Sich mit Reichtum zu beschäftigen, heißt nicht nur, die oberen Regionen des Sozialraums näher zu betrachten oder Daten über Vermögen, Kapital et cetera zusammenzutragen. Wer sich mit der Soziologie des Reichtums beschäftigt, der denkt auch über Sozialpolitik nach, er oder sie stellt Macht- und Verteilungsfragen, beleuchtet die Normativität von Verantwortung und Kooperation – und achtet auch auf historische Perspektiven.
- Zum aktuellen Heft 3 Juni/Juli 2026 des Mittelweg 36: [LINK]
- Zum Projekt „Reichtum als soziale Beziehung. Intergenerationale Perspektiven auf die familiale (Re)Produktion von Reichtum“ des SOFI (Berthold Vogel und Marliese Weißmann) und der TU Dortmund (Nicole Burzan und Benjamin Neumann): [LINK]