Wie Vermögen entsteht und weitergegeben wird – Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „Reichtum als soziale Beziehung. Intergenerationale Perspektiven auf die (Re)Produktion von Reichtum“

Armut wird seit Jahrzehnten intensiv erforscht – doch über Vermögen weiß die Soziologie noch erstaunlich wenig. Wie entsteht es? Und wie wird es innerhalb von Familien weitergegeben? Diese Fragen standen im Zentrum eines gemeinsamen Forschungsprojekts der TU Dortmund und des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI), gefördert von der VolkswagenStiftung. Zum Abschluss präsentierten Forschende am 5. Februar 2026 zentrale Ergebnisse und diskutierten deren gesellschaftliche Bedeutung.

Deutlich wurde durch das Projekt, dass Vermögen eng mit Familienbeziehungen – auch weit in die Zukunft gedacht – verknüpft ist und dass ‚Reichsein‘ längst nicht so homogen ist, wie man annehmen könnte, sich also nicht nur auf die Musks dieser Welt richtet. 

In einer Podiumsdiskussion zur gesellschaftlichen Verantwortung von Vermögenden kamen wissenschaftliche Perspektiven – vertreten durch Prof. Dr. Peter Imbusch (Uni­ver­si­tät­ Wuppertal) und Prof. Dr. Heiko Kleve (Uni­ver­si­tät­ Witten/Herdecke) – sowie Stimmen aus der Wirtschaft zu Wort: Victoria Köcher (Deutsche Bank) berichtete aus Sicht der Vermögensverwaltung, während Unternehmer Peter Reese („Tax Me Now“) einen zivilgesellschaftlichen Blick einbrachte.. Herausgestellt wurde auch hier: Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sind für einen umfassenden Blick auf Reichtum zusammenzudenken.

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