Veranstaltungsbericht: „Cross-Talk“-Veranstaltung des Projekts-Involve in Braunschweig

Junge Erwachsene tauschten sich mit Akteuren bzw. Institutionen aus der Region aus, die in den Themenbereichen Bildung, Übergang in Beschäftigung und Unterstützungsmaßnahmen eine Rolle spielen. Auch Gewerkschaften waren vertreten; die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen von Sozialarbeiter:innen stehen unmittelbar mit der Qualität von Unterstützungs-Dienstleistungen in Verbindung. Die Veranstaltung war als Möglichkeit für alle Stakeholder gedacht, gemeinsam über mögliche Veränderungen, Verbesserungen und Politikempfehlungen zu beraten. Die Ergebnisse sind auch eine Basis für die weitere Arbeit im Projekt Involve im letzten Projektjahr 2026.


Im Forschungsprojekt Involve, das seit Januar 2023 von der Europäischen Kommission gefördert wird, wirken Forschungseinrichtungen und Organisationen der Wohlfahrtspflege aus insgesamt neun europäischen Ländern mit. Das Projekt untersucht die Wirkung sozialer Dienstleistungen auf die Wohlfahrt, die Handlungsmöglichkeiten und die politischen Orientierungen (Vertrauen in Institutionen und demokratisches Engagement) der betroffen Personen. Forschungsteams in den teilnehmenden Ländern bearbeiten die Themenfelder Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Wohnen.
In diesem Zusammenhang arbeiten wir als deutscher Partner des Involve-Projektverbunds gemeinsam mit jungen Erwachsenen, die an Aktivierungs- und Rehabilitationsmaßnahmen teilnehmen oder die Kurse besuchen, um einen Schulabschluss nachzuholen.
- Mehr Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie auf folgender Webseite: [LINK]
- Nähere Informationen zum Involve-Projekt am SOFI und zum Team finden Sie hier
Das „Cross-Talk“ ist eine innovative Methode, deren Ziel es ist, die Asymmetrie (in Macht, Wissen und andere Ressourcen) zwischen (in unserem Fall) jungen Menschen zwischen Schule und Berufsleben und den anderen Stakeholdern zu überwinden, damit eine Diskussion auf Augenhöhe geführt werden kann. Dazu werden im Vorfeld verfasste und kurze Fallgeschichten über persönliche Erfahrungen im Rahmen einer Veranstaltung einander vorgelesen. Im Mittelpunkt stehen für die Teilnehmenden gute und schlechte Erfahrungen mit Institutionen (wie z. B. der Schule oder dem Jobcenter) und für die andere Stakeholder positive und negative Erfahrungen mit dem Schüler:innen/Kunden:innen oder aber auch mit den Institutionen, mit denen sie selbst beruflich zu tun haben. Der „Cross-Talk“ ist eine halb-öffentliche Veranstaltung: Zusätzlich zu den Personen mit Sprechrolle ist ein Publikum von fünf bis sieben interessierten Personen / weiteren Stakeholdern eingeladen und nimmt nach dem Vorlesen aktiv an der Diskussion teil.
Politikvorschläge haben wir bei unserer Veranstaltung in Kleingruppen diskutiert. In 2026 werden die Ergebnisse, gemeinsam mit den Jugendlichen und den Stakeholdern, in Richtung politischer Akteure kommuniziert.